Sehnerv

Der Sehnerv (Nervus opticus) stellt die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn dar, in ihm werden die von den Sehzellen gelieferten elektrischen Impulse ins Sehzentrum weitergegeben. Etwa 1,2 Millionen Nervenfasern der Netzhaut treffen sich im Sehnervenkopf. Durch eine siebartige Öffnung in der Lederhaut treten sie in Bündeln aus dem Auge aus und vereinen sich zum Sehnerv. Dieses „Datenkabel“ verläuft etwa 25 bis 40 mm innerhalb der Augenhöhle, anschließend 10 bis 15 mm innerhalb des Schädels, bevor sich beide Sehnerven vereinen und kreuzen. An dieser Kreuzung (Chiasma opticum) werden die Fasern, die die zur Nase hin gelegenen Lichtsignale weiterleiten, zur anderen Seite gekreuzt. Dadurch gelangen die Signale aus dem linken Gesichtsfeld zur rechten Gehirnhälfte und umgekehrt. Erkrankungen des Sehnervs haben häufig Gesichtsfeldausfälle des betroffenen Auges zur Folge. Häufige Krankheiten sind das Glaukom (Grüner Star), Optikusatrophie (degenerativer Schwund von Nervenzellen) und Neuritis nervi optici (Entzündung des Sehnervs).

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