Linse

Die Linse des Auges ist ein klarer, elastischer Körper, der an der Vorder- und Rückseite gewölbt ist. Die Linse bündelt das durch die Pupille ins Auge fallende Licht, so dass es auf der Netzhaut fokussiert wird. Über die feinen Zonulafasern ist die Linse am Ziliarkörper mit dem Ziliarmuskel verankert. Übt der Muskel Zug auf die Fasern aus, dann verformt sich die Linse, so dass das Auge sich an unterschiedliche Sehentfernungen anpassen kann (Akkommodation). Mit steigendem Alter nimmt die Elastizität der Linse ab, so dass diese Fähigkeit verloren geht – meist setzt daher etwa im Alter von 45 bis 50 Jahren die Alterssichtigkeit (Presbyopie) ein. Auch die Transparenz der Linse lässt im Laufe des Lebens nach. Ist sie in der Jugend glasklar, so färbt sie sich nach und nach gelblich ein. Im höheren Lebensalter tritt dann bei vielen Menschen eine Linsentrübung ein, die das Sehvermögen beeinträchtigt (Katarakt). Sie kann durch eine Operation, bei der die trübe Linse durch ein Kunststoffimplantat ersetzt wird, geheilt werden.

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