Regionales Aktionsbündnis „Sehen im Alter“ in Heilbronn gegründet

Bild: Landratsamt Heilbronn

In Zusammenarbeit mit dem Sehbehindertenverband Württemberg (BSVW) veranstaltete der Landkreis Heilbronn am 25. Juli 2017 einen Fachtag unter dem Titel „Selbstständig bleiben – trotz Sehverlust im Alter“. Rund 80 Teilnehmende informierten sich über das steigende Altersrisiko von Augenerkrankungen angesichts des demografischen Wandels. In Fachvortragen kamen Ursachen, Konsequenzen, Vorsorge und Therapiemöglichkeiten sowie Rehabilitationsangebote zur Sprache. Das Beratungsangebot „Blickpunkt Auge“ wurde ebenso vorgestellt wie die interdisziplinare Bündnisarbeit im Rahmen der DBSV-Initiative „Sehen im Alter“. Der Fachtag bildete den Auftakt für das regionale Aktionsbündnis „Sehen im Alter“ im Landkreis Heilbronn.

Dem Landkreis sei es ein Anliegen, alles dafür zu tun, dass die Lebensqualität von älteren Menschen, die von Sehverlust betroffen sind, bestmöglich erhalten bleibt, versicherte die Sozialdezernentin Susanne Hennig. Christian Seuss, Koordinator des bundesweiten Aktionsbündnisses „Sehen im Alter“, hob die Bedeutung regionaler Aktionsbündnisse hervor: „Es ist wichtig, dass die Disziplinen vor Ort zusammen - arbeiten, damit die Menschen, die Hilfe brauchen, ganzheitlich gut versorgt werden.“

Das deutschlandweit erste regionale Aktionsbündnis „Sehen im Alter“ ist im Sommer 2016 in Ludwigsburg gegründet worden (vgl. „Gegenwart“ 1-2/2017). Durch die Vernetzung der Akteure im Landkreis Ludwigsburg wurden an den BSVW Anfragen unterschiedlichster Art herangetragen. So konnte beispielsweise durch Vortrage und Schulungen in Pflegeeinrichtungen die Sensibilisierung des Pflegepersonals zum Thema Sehverlust initiiert und vorangebracht werden. Um mehr Nahe zwischen kommunalen Angeboten und dem Selbsthilfe-Angebot „Blickpunkt Auge“ zu schaffen, sind gemeinsame Raumnutzungen in Planung.

(Aus: Sichtweisen 09/2017)