Gesichtsfeldausfälle

Verschiedene Krankheiten können zu Ausfällen im Gesichtsfeld führen. Das normale Gesichtsfeld beider Augen umfasst horizontal etwa 180°, vertikal reicht es etwa 60° nach oben und 70° nach unten. Damit deckt es etwa ein Drittel des Raumes ab. Je nach Krankheit können ganz verschiedene Gesichtsfeldausfälle auftreten: Bei einem Glaukom (Grüner Star) werden zuerst Dinge am Rand nicht mehr wahrgenommen, die zentrale Sehschärfe bleibt jedoch erhalten. Dabei fällt dies den Betroffenen oft lange Zeit nicht auf, da das Gehirn die fehlenden Sehinformationen mit Seheindrücken aus den benachbarten Bereichen „auffüllt“. Anders ist es bei der Makula-Degeneration, bei der die Betroffenen im Zentrum des Gesichtsfelds nichts mehr erkennen: Wo sie hinschauen, nehmen sie einen grauen Fleck wahr. Bei einer diabetischen Netzhauterkrankung treten mitunter blinde Flecken an verschiedenen Stellen des Gesichtsfeldes auf. Folge eines Schlaganfalls ist möglicherweise ein halbseitiger Gesichtsfeldausfall.

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