Augeninnendruck

Damit der Augapfel seine Kugelform behält, ist ein bestimmter Druck im Augeninneren notwendig. Reguliert wird dieser Augeninnendruck durch das Kammerwasser. Diese Flüssigkeit bildet sich im Auge im so genannten Ziliarkörper, der hinter der Iris an der Augeninnenwand liegt. Das Kammerwasser fließt von dort zwischen der Iris und der Augenlinse durch die Pupille hindurch in die Vorderkammer des Auges. Der größte Teil des Kammerwassers fließt durch das Trabekelwerk, ein feinporiges Gewebe im Winkel zwischen Iris und Hornhaut und den dort befindlichen Schlemm-Kanal wieder aus dem Auge ab. Verantwortlich für die Höhe des Augeninnendrucks sind daher einerseits die Menge an Kammerwasser, die gebildet wird, andererseits der Abflusswiderstand im Trabekelwerk. Altersbedingt kann dieser Abflusswiderstand ansteigen, so dass auch der Augeninnendruck steigt. Dann besteht die Gefahr eines Glaukoms (Grüner Star).

Gemessen wird der Augeninnendruck mit Hilfe der Applanations-Tonometrie. Dabei wird gemessen, welche Kraft notwendig ist, um eine definierte Hornhautfläche abzuflachen. Aus diesem Messwert wird dann errechnet, wie hoch der Druck im Augeninneren ist. Sie ist das Standardverfahren. Für die Untersuchung wird die empfindliche Augenoberfläche mit Augentropfen für kurze Zeit schmerzunempfindlich gemacht. Weit verbreitet ist auch die berührungslose Tonometrie, bei der das Auge mit Hilfe von Luftdruck abgeflacht wird. Diese Untersuchung benötigt nur wenig Zeit, ist aber ungenauer und für manche Patienten ist es unangenehm, wenn der Luftstrahl ihre Hornhaut trifft.

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